Riquewihr – Wunderschönes Elsass

Riquewihr, Elsass, Frankreich

Über Ostern waren wir in Deutschland und haben vom Schwarzwald aus – wo Irinas Eltern leben – einen Ausflug in die schöne, französische Stadt Riquewihr gemacht. Riquewihr befindet sich im Elsass, genauer hier:

Was soll ich sagen…?

Riquewihr ist einfach wunderschön! Die Straßen sind gepflastert, die Fachwerkhäuser wunderschön bemalt und in jedem Keller gibt es ein Digestive oder ein Käselager. Es wird viel Rotwein, Weißwein oder Café au lait getrunken, Flammkuchen oder Crêpe gegessen. Die Leute scheinen ausgelassen zu sein, die bunten Häuser sorgen für eine märchenhafte Stimmung.

Zu Deutsch heißt Riquewihr „Reichenweiher“ und ist eine französische Gemeinde mit etwas mehr als 1000 Einwohnern. (Von denen vermutlich jeder seinen eigenen Wein herstellt.) Wegen seines unversehen erhaltenen Stadtbildes aus dem 16. Jahrhundert wurde Riquewihr als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.

Riquewihr, Elsass, Frankreich
Riquewihr, Elsass, Frankreich

Hier kann man wirklich jede Ecke fotografieren und kriegt immer noch nicht genug. Die Verkäufer bieten Weinproben an, man kann Käse probieren oder Macarons und alles fühlt sich an, wie reale französische Romantik.

Natürlich muss man aber auch mit einem Ansturm von Touristen rechnen, wenn man in der Hochsaison – also im Sommer – vorbeikommen möchte. Andererseits ist es ein Erlebnis ohnegleichen!

Selbstredend haben wir uns bis zum Hals mit Wein und Käse eingedeckt und auch wenn die Preise ein wenig abschreckend klingen – der Wein ist hier dennoch um einiges günstiger (und besser!) als was wir in Schweden im Systembolaget bekommen.

Im 8. Jahrhundert gründete ein Franke namens Richo ein Landgut namens Richo villa, aus dem sich der Ort und sein Name entwickelten. Im 10. bis 11. Jahrhundert ging der Ort mit der zugehörigen Gutsherrschaft aus dem Grundbesitz der Grafen von Egisheim-Dabo (auch Dagsburg) an die Grafen von Horburg über. Diese umgaben den Ort 1291 mit einer ersten Festungsmauer. 1320 erhielt Reichenweier die Stadtrechte.

1324 wurde die Herrschaft Reichenweier an den Grafen Ulrich von Württemberg verkauft. Im Jahre 1397 verlobte sich Graf Eberhard IV. von Württemberg mit Henriette von Montfaucon, die er im Jahre 1407 ehelichte. Henriette war die Erbin des Grafen von Montbéliard. Von diesem Zeitpunkt an gehörte sie neben der Grafschaft Württemberg-Mömpelgard zu den linksrheinischen Besitzungen des Hauses Württemberg. Im Jahre 1495 wurde die Grafschaft zum Herzogtum erhoben. Herzog Georg von Württemberg erlaubte 1534 die Einführung der von Zwingli inspirierten Religionsreform zur Reformierten Kirche. Eine Stiftung Georgs ermöglichte seit 1557 jährlich vier Stipendiaten aus Reichenweier das Studium im Evangelischen Stift in Tübingen.[2]

Riquewihr, Elsass, Frankreich
Riquewihr, Elsass, Frankreich

Im Jahre 1559 führte Herzog Christoph von Württemberg Luthers Lehren ein, um eine religiöse Einheit auf seinen Besitztümern am Rheinufer zu sichern. Zur Herrschaft Reichenweier zählten folgende Orte: Altweier, Beblenheim, Schloss Bilstein, Hunaweier, Mittelweier, Ostheim und Reichenweier. Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 setzte dem Ort wie auch anderen im Kriegsgebiet schwer zu. 1680 kam Reichenweier unter die Gewalt von Ludwig XIV., wiewohl es im Besitz Württembergs blieb. 1789, während der Französischen Revolution, schlossen sich die Bürger von Riquewihr der Französischen Republik an, 1796 wurden die Württemberger im Frieden von Campo Formio ausgeschlossen und Riquewihr Frankreich angegliedert[3]. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort als Teil des Reichsland Elsaß-Lothringen zum Deutschen Kaiserreich und war dem Kreis Rappoltsweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet, danach wieder zu Frankreich, 1940–1944 war er von Deutschland annektiert. Nach 1945 entwickelte sich der Weinort zum Anziehungspunkt für Touristen. Die Bevölkerung ist bis heute mehrheitlich lutherisch. (Quelle)

Abschließend möchten wir sagen: Der Ausflug war ganz wunderbar und hat sich sehr gelohnt! Das war nicht das erste Mal und auf jeden Fall auch nicht das letzte Mal, dass wir nach Riquewihr kommen – und jede Menge Wein und Käse mitnehmen.

Ganz viel Liebe!

Ausrüstung

Die Bilder haben wir geschossen mit unserer Canon Camera

Aber auch mit unseren Handys. Meins ist das hier. Und Stefans dieses.

Wasserflaschen haben wir diese hier. Ich LIEBE sie!