
UNESCO Weltkulturerbe, steht auf dem Schild. Vor uns ist steht ein eher langweiliges Gebäude, auf der Tür wird angekündigt: Heute ist „All you can eat Buffet“. Okay, nicht wie erwartet. Doch direkt daneben ist ein Gatter. Für ein kleines Eintrittsgeld – das wir selbstverständlich mit Swish bezahlen – können wir eintreten. Åsle Tå.
Åsle Tå ist ein historisches Freilicht- bzw. Erlebnismuseum mit einer der am besten erhaltenen Sammlungen von backstugor in Schweden. Backstugor waren sehr einfache kleine Wohnhäuser, in denen früher oft ärmere Menschen lebten: Tagelöhner, Handwerker, Witwen, ältere Menschen oder Familien ohne eigenes Land. Man kann dort zwischen den alten Häuschen spazieren, in authentische Innenräume schauen und mehr über das Leben der Menschen vom späten 1700er-Jahrhundert bis Mitte des 1900er-Jahrhunderts erfahren. (Quelle)

Hier also, an nur einer Straße, wie an einem Faden aufgeknüpft, finden sich sehr gut erhaltene Häuser. Hier können Kinder rennen, entdecken, spielen. In die meisten Häuser kann man eintreten und hautnah miterleben, wie das Leben in Schweden unter 1700 war. Wie eng die Wände waren und wie niedrig die Decken. Hier kann man sehen, wie sehr sich die Häuser der wohlhabenden Menschen unterschieden von deren normaler Arbeiter.
Jetzt denkt sich der ein- oder andere, was ist denn daran besonders? Alte Häuser eben. Aber…
Åsle Tå gilt als Sveriges största samling av backstugor – also Schwedens größte erhaltene Sammlung dieser Art. Viele dieser Häuschen stehen noch auf ihren ursprünglichen Plätzen, was die Atmosphäre besonders macht. Es ist nicht einfach „ein paar alte Häuser“, sondern ein ziemlich greifbares Stück Sozialgeschichte: Wie haben Menschen gelebt, die nicht zu den Reichen, Bauern oder Besitzenden gehörten?


Warum ist das cool für Kids?
Nicht nur können die Kleinen rumrennen und Energie loswerden, hier gibt es außerdem ein Museum für alte Farmgeräte. Sehr empfehlenswert anzusehen. Es gibt eine Wassermühle, die noch manchmal in Betrieb ist. Und wenn gar nichts mehr geht, gibt es noch einen Spielplatz.
Tatsächlich dauert es eine ganze Weile, jedes Haus zu sehen, alle Schilder zu lesen und sowohl das Farmgeräte- als auch das Upplevelsemuseum zu sehen. Rechnet ein paar Stunden ein. Für den großen Hunger danach gibt es das Restaurant zu Åsle Tå. Wie bereits beschrieben, hier gibt es oft Buffets – schwedische Hausmannskost – oder auch Brötchen auf die Hand. Natürlich wird hier auch das schwedische Fika serviert.
Wenn ihr also ein sehr cooles UNESCO Weltkulturerbe sehen wollt und gleichzeitig eure Kids ein wenig Energie verbrennen lassen, dann ist Åsle Tå genau für euch!
Viel Spaß,
eure Irina
